Kulturlandschaft
Die Gemeinde Steg-Hohtenn (VS) ̶ neben Raron, St. German, Visp und Visperterminen Rhone aufwärts gesehen eine der obersten günstigen Lagen für den Weinbau ̶ blickt auf eine lange Tradition des Weinbaus zurück. Wie im Wallis vielerorts üblich, wurde und wird in Steg zur Selbstversorgung Weinbau betrieben. Beidseits des Flüsschens Lonza werten kleinparzellierte, terrassierte Weinberge das Ortsbild auf. Sie prägen das Landschaftsbild der Lötschberg-Südrampe, sind typisches Merkmal der Walliser Südrampe mit ihren Walliser Felsensteppen, lichten Föhren- und Eichenwäldern und Weinbauflächen, Weiden und Wässermatten im Talgrund. Der Weinberg Blattjini liegt östlich des Flüsschens Lonza.
Durch die Wiederaufnahme der Bewirtschaftung eines Teils der Blattjini leisten wir einen Beitrag zur Wiederbelebung und zum langfristigen Erhalt des traditionellen Landschaftsbildes. Weinreben durch mediterrane Sträucher und kleinwüchsige, in eine Terrassenlandschaft passende Bäume zu ersetzen, hält dem Strukturwandel, konkret, der Aufgabe kleiner Weinberge entgegen und ist eine innovative Antwort auf die Herausforderungen der Erderwärmung.
Die Natur und die Kultur, respektive wie wir die Umwelt nutzen und gestalten, verändert sich im Laufe der Zeit. Durch die weitergeführte, andersartige Nutzung einer alten Kulturlandschaft prägen wir das Landschaftsbild von morgen aktiv mit und fördern eine innovative Bewirtschaftung mit neuen Sorten und Früchten, die langfristig zu neuer Wertschöpfung führen soll.
Regional angebaute und (später) vermarktete Lebensmittel, die bislang importiert werden mussten, sind mehr als eine Marktnische.
Wir motivieren andere Menschen ähnliche Projekte zu lancieren!
